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„Energiepflanzenanbau und Biodiversität im Münsterland“ erhält Auszeichnung als Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt

Auszeichnung des Projekts „Energiepflanzenanbau und Biodiversität im Münsterland“ als „UN-Dekade-Projekt“ (v.l.n.r.): Heinz Öhmann (Bürgermeister Stadt Coesfeld), Wolfgang König (Geschäftsführer Stiftung Westfälische Kulturlandschaft), Franz-Josef Messing (am Projekt beteiligter Landwirt), Dr. Christian Schulze Pellengahr (Landrat Kreis Coesfeld), Johannes Röring (Präsident des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbandes e.V. (WLV) und Vorstandsvorsitzender der Stiftung Westfälische Kulturlandschaft), Michael Uckelmann (Vorsitzender des Kreisverbandes Coesfeld des WLV) und Christiane Baum (Projektleiterin Stiftung Westfälische Kulturlandschaft). © Steffen Hogeback

Das Projekt „Energiepflanzenanbau und Biodiversität - Landwirte ackern zur Förderung der Biodiversität im Münsterland“ der Stiftung Westfälische Kulturlandschaft wurde am Donnerstag (17.08.2017) während eines Feldtages als „Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt“ ausgezeichnet. Die Auszeichnung wurde vom Landrat des Kreises Coesfeld, Dr. Christian Schulze Pellengahr, im Namen der Geschäftsstelle der UN-Dekade übergeben. Diese erhalten Projekte, die sich in nachahmenswerter Weise für die Erhaltung der biologischen Vielfalt einsetzen

Im Rahmen des Projekts „Energiepflanzenbau und Biodiversität“ werden verschiedene ökologische Maßnahmen umgesetzt, die in den Anbau von Energiepflanzen integrierbar, aus Biodiversitätsgründen wertvoll und aus landwirtschaftlicher Sicht zweckmäßig sind. Mit diesem vorbildlichen Projekt wird seitens der Landwirtschaft ein bedeutendes Zeichen für das Engagement für die biologische Vielfalt in Deutschland gesetzt. Die Landwirte in den Projektgebieten in Coesfeld-Stevede/ Reken und Rosendahl-Holtwick haben alleine in diesem Jahr Maßnahmen auf einer Fläche von über 50 Hektar zu Gunsten der Artenvielfalt im Münsterland angelegt. Dieser Einsatz hat die Juroren und Jurorinnen des UN-Dekade-Wettbewerbs sehr beeindruckt. Neben einer Urkunde und einem Auszeichnungsschild erhielt Johannes Röring als Präsident des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbandes und Vorstandsvorsitzender der Stiftung Westfälische Kulturlandschaft einen „Vielfalt-Baum“ aus Holz. Dieser steht symbolisch für die bunte Vielfalt und einzigartige Schönheit der Natur, zu deren Erhaltung das Projekt einen wertvollen Beitrag leistet.

Zum Feldnachmittag in Coesfeld-Stevede, in dessen Rahmen die Preisverleihung stattfand, waren nicht nur Landwirte/Innen gekommen, sondern auch Bürger/Innen aus den Kreisen Coesfeld und Borken sowie Vertreter aus Landwirtschaft, Naturschutz, Politik und Verwaltung. Bei einer Rundfahrt durch das Projektgebiet in Stevede stellte Projektleiterin Christiane Baum verschiedene produktionsintegrierte Naturschutzmaßnahmen vor. „Mit diesen Maßnahmen fördern wir eine Vielzahl von wildlebenden Tier- und Pflanzenarten. Bei gutem Wetter hört man Bestäuber, wie z.B. Hummeln oder Wildbienen in den Blühflächen summen. Feldvögel brüten in den Maßnahmenflächen und finden hier Nahrung“, erzählt die Projektleiterin. Am Feldnachmittag waren Maßnahmenflächen zu sehen auf denen zum Beispiel Stangenbohnen-Mais-Gemenge, Sommergetreidegemenge als Ganzpflanzensilage oder blütenreiche Wildpflanzen angebaut werden, die allesamt zur Biogasproduktion geeignet sind. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Feldtages zeigten sich beeindruckt von den Maßnahmen, die im Projekt „Energiepflanzenbau und Biodiversität“ umgesetzt werden. Das Projekt ist Teil des Verbundprojektes „Lebendige Agrarlandschaften - Landwirte gestalten Vielfalt!“, das vom Deutschen Bauernverband koordiniert wird. Gefördert wird es im Bundesprogramm Biologische Vielfalt durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesumweltministeriums sowie durch die Landwirtschaftliche Rentenbank.

Die Auszeichnung als UN-Dekade-Projekt im Wettbewerb „Biologische Vielfalt“ findet im Rahmen der Aktivitäten zur UN-Dekade Biologische Vielfalt statt, die von den Vereinten Nationen für den Zeitraum von 2011 bis 2020 ausgerufen wurde. Ziel der internationalen Dekade ist es, den weltweiten Rückgang der biologischen Vielfalt aufzuhalten. Dazu strebt die deutsche UN-Dekade eine Förderung des gesellschaftlichen Bewusstseins in Deutschland an. Die Auszeichnung nachahmenswerter Projekte soll dazu beitragen und die Menschen zum Mitmachen bewegen.

Weitere Informationen zum Projekt und zur Stiftung Westfälische Kulturlandschaft finden Sie unter www.kulturlandschaft.nrw oder Tel.: 0251/4175-181

Weitere Infos zu dem Wettbewerb zur UN-Dekade unter:

www.undekade-biologischevielfalt.de